Vorstellung des Buches „Das Theresienkirchlein Nicklheim“
Am 22. Januar stellte Ludwig Nickl die von ihm verfasste Chronik Bürgermeister Olaf Kalsperger vor.
Er berichtete, dass es ihm ein großes Anliegen war, nach seinem Ausscheiden als Kirchenpfleger, die Entstehungsgeschichte des Theresienkirchleins Nicklheim zu dokumentieren. Er konnte dabei nicht nur auf seine 54jährige Erfahrung und die dabei gewonnenen Erkenntnisse als Mitglied der Kirchenverwaltung und Kirchenpfleger zurückgreifen, sondern auch auf einen umfangreichen Schriftverkehr mit dem Ordinariat, Behörden, zahlreichen historischer Fotos aus seinem Familienbesitz und Unterlagen aus dem Archiv der Erzdiözese und des Bay. Staatarchivs.
Beschrieben sind im Buch auch die sozialen Verhältnisse zu Beginn des Torfabbaus 1876 in der Kollerfilze, insbesondere aus Sicht der renommierten Schriftstellerin Luise Rinser, die 1937/38 Lehrerin an der Nicklheimer Schule war und in ihrer Autobiographie „Den Wolf umarmen“ dies sehr drastisch geschildert hat. Auch ein Kapitel der Schulgeschichte Nicklheims findet sich in der Chronik, wurde doch der erste Gottesdienst in Nicklheim bereits 1924 in einem leerstehenden Schulzimmer, der zum Betsaal umfunktioniert wurde, abgehalten. Die unzumutbaren Zustände in dem stets überfüllten und im Winter überheizten Raum ließen das Verlangen der Torfarbeier nach einer eigenen Kirche immer größer werden.
Die Entwicklung und Namensgebung der Ortschaft Nicklheim 1910 durch „Seine Königliche Hoheit Prinzregent Luitpold von Bayern“ wird mit viel historischem Schriftverkehr und Fotos in dem Buch ebenfalls belegt.
Auch die Geschichte seiner Familie ist in der Chronik zu finden, weil sie nicht nur mit der Gründung und Namensgebung der Ortschaft Nicklheim, sondern auch mit der Errichtung einer Schule, Kirche und eines Friedhofs eng verbunden ist, nachdem sein Großvater Ludwig Nickl die Grundstücke hierfür kostenlos zur Verfügung stellte.
Die Chronik klingt aus mit der Weiterentwicklung der Ortschaft und dem Ende des Torfabbaus nach 130 Jahren. Aus der ursprünglich geplanten Kirchenchronik ist so ein Buch über die Geschichte der Ortschaft Nicklheim mit 212 Seiten und mehr als 150 historischen Dokumenten und Fotos aus seinem Familienbesitz geworden-
Das Buch ist zum Preis von € 20.- im Pfarrbüro Raubling (Tel. 08035/873 03 – 10), nach den Gottesdiensten in Nicklheim in der Sakristei und in der Gemeinde Raubling zu erwerben.
Ludwig Nickl legt größten Wert darauf hinzuweisen, dass er die Gesamtauflage seiner Bücher der Kuratie Nicklheim geschenkt und somit auf den Ersatz seiner Druckkosten verzichtet hat, jedoch mit der Auflage, den Verkaufserlös hälftig der Raublinger Tafel und dem Christlichen Sozialwerk als Spende weiterzuleiten. Die erste Hälfte der aufgelegten Bücher ist fast schon verkauft, sodass in Kürze bereits € 3.000.- an diese beiden Hilfsorganisationen übergeben werden können. Nach Abschluss seiner Buchvorstellung bemerkte er süffisant, dass das Buch aus seiner Sicht für jeden Nicklheimer Neubürger eine Pflichtlektüre werden müsse, um nicht nur über ihr neues Domizil Bescheid zu wissen, sondern mit ihrem Kaufpreis gleichzeitig hilfsbedürftige Bürger unserer Gemeinde – von denen es genug gibt - zu unterstützen!

