Freitag, 09 Februar 2018 09:58

Interkommunales Gewerbegebiet Am Oberfeld-Süd / Hochstraß

 

Vollzug der Baugesetze - Bebauungsplan "Interkommunales Gewerbegebiet Am Oberfeld-Süd / Hochstraß"

Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 30.01.2018 den Entwurf zum Bebauungsplan „Interkommunales Gewerbegebiet Am Oberfeld-Süd / Hochstraß“ vom 11.12.2017 gebilligt und für die Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange (gem. § 4 Abs. 2 BauGB) und für die öffentliche Auslegung (gem. § 3 Abs. 2 BauGB) freigegeben.

Ziel der Planung ist es, gemeinsam mit der Stadt Rosenheim die hochwertigen Flächen als Gewerbegebiet zu entwickeln, das insbesondere die Ansiedlung von produzierendem und verarbeitendem Gewerbe sowie Handwerk und Dienstleistung ermöglicht, um so der anhaltenden Nachfrage nach Gewerbeflächen Rechnung zu tragen. Das Verfahren zu Schaffung des interkommunalen Gewerbegebietes wird zeitgleich in der Stadt Rosenheim und der Gemeinde Raubling beraten und beschlossen. Hierzu wird zusätzlich im Gemeindebereich von Raubling der Flächennutzungsplan im Parallelverfahren von einem Sondergebiet Holzgroßhandel in ein Gewer-begebiet geändert.

Das Plangebiet liegt zwischen der B 15 im Westen und der Bahnlinie Rosenheim-Kiefersfelden im Osten und schließt die verbleibende Lücke zwischen den bereits bestehenden Gewerbegebieten auf Seiten der Stadt Rosenheim und der Gemeinde Raubling. Der Geltungsbereich umfasst auf Rosenheimer Gebiet die Grundstücke auf der Gemarkung Aising mit den Flurnummern 665/2, 666, 666/2, 411, 410/1, 2020, 2020/1, 2040, 2041-Teil und der Gemarkung Happing mit der Flurnummer 264/44-Teil, sowie auf Raublinger Gebiet die Grundstücke auf der Gemarkung Pfraundorf mit den Flurnummern 877/4, 885, 885/1, 894/12, 893-Teil.

Eine Umweltprüfung wird durchgeführt. Folgende Arten umweltbezogener Informationen sind verfügbar:

Fachgutachten:
• Schalltechnische Untersuchung des Ingenieurbüro Greiner vom 09.10.2017 zur Ermittlung der Geräuschbelastung innerhalb des Bebauungsplangebietes und Ermittlung von Emissionskontingenten unter Berücksichtigung der Geräuschvorbelastung, Benennung der Anforderungen an den passiven Schallschutz
• Geotechnisches Baugrundgutachten der Dipl. Geol. F. Ohin GmbH vom 29.09.2014 mit 1. Ergänzung gleichen Datums zu den Baugrund- und Grundwasserverhältnissen im Plangebiet einschließlich Aussagen zur Regenwasserversickerung
• Untersuchung zur speziellen artenschutzrechtlichen Prüfung (saP) des Planungsbüros Beutler vom 02.12.2015 zur Ermittlung, inwieweit durch das Vorhaben artenschutzrechtliche Verbotstatbestände erfüllt werden können sowie Prüfung der naturschutzfachlichen Voraussetzungen für eine Ausnahme von artenschutzrechtlichen Verboten.
• Verkehrsuntersuchungen Prof. Dr.- Ing. Kurzak vom 03.11.2009 mit Leistungsnachweis für die Kreuzung St 2078 und der B 15 und erneute verkehrliche Beurteilung vom 16.09.2015 aufgrund der Erweiterung des Gewerbegebietes

Stellungnahmen im Rahmen von Behördenbeteiligungen:
• Höhere Landesplanungsbehörde, Regierung von Oberbayern vom 06.09.2016 (Beurteilung aus Sicht der Landesplanung);
• Wasserwirtschaftsamt Rosenheim vom 10.10.2016 (mögliche Starkregenereignisse und zu erwartende hohe Grundwasserstände, bestehender Baggerweiher)
• Bayer. Landesamt für Denkmalpflege vom 04.10.2016 (Hinweis auf mögliche Bodendenkmäler)
• Deutsche Telekom Technik GmbH vom 01.09.2016 (vorhandene Telekommunikationslinien)
• Untere Naturschutzbehörde beim Landratsamt Rosenheim vom 14.10.2016 (Anmerkungen zur Art der zu pflanzenden Bäume und zu den ökologischen Ausgleichsflächen);

• Staatliches Gesundheitsamt vom 14.10.2016 (Ausführungen hinsichtlich angrenzender Naherholungsgebiete);
• Bayerischer Bauernverband vom 11.10.2016 (Wegfall von landwirtschaftlich genutzten Flächen);
• Bund Naturschutz in Bayern e.V., Kreisgruppe Rosenheim vom 14.10.2016 (Flächennutzung und Stadtbild, Verkehr und Bebauung).
• Gemeinde Neubeuern vom 30.09.2016 (Wegfall guter landwirtschaftlicher Flächen und Beeinträchtigung des Landschaftsbildes im südlichen Inntal)

Sonstige Unterlagen mit umweltbezogenen Informationen:
• Landesentwicklungsprogramm (LEP) Bayern 2013 (Zukunftskonzept der Bayerischen Staats-regierung für die räumliche Ordnung und Entwicklung Bayerns mit raumbedeutsamen Festlegungen - Ziele und Grundsätze);
• Regionalplan für die Region 18, Südostoberbayern mit Konkretisierungen der Ziele des LEP und grundsätzlichen Aussagen zu Entwicklung, Ordnung und Sicherung des Raumes;
• Umweltatlas Bayern des Bayerischen Landesamtes für Umwelt – mit raum- und ortsbezogenen Umweltdaten zu Boden und Geologie (incl. Bodenschätzungskarte), Gewässer, Lärm, Naturgefahren;
• Fachinformationssystem- Natur des Bayer. Landesamtes für Umwelt mit einer Sammlung der Fachinformationen im Bereich Naturschutz und Landschaftspflege (u.a. Arten- und Biotopschutz mit Biotopkartierung, Vegetation, Geologie, Wasserwirtschaft, Verkehr);
• 4. Änderung des Flächennutzungsplanes Rosenheim mit Darstellungen zur Bodennutzung und Begründung hierzu;
• Geoinformationssystem der Stadt Rosenheim mit Angaben zu den Sparten Gas, Wasser, Strom, Fernwärme, Kanal;
• Beschränkte Erlaubnis der Stadt Rosenheim vom 28.12.2016 zur Einleitung des im Bereich der Erschließungsstraße „Gewerbegebiet „Am Oberfeld““ anfallenden Niederschlagswassers;
• Auskunft des Landratsamtes Rosenheim vom 20.07.2017 zu Störfallbetrieben;
• CIMA Gutachten von 2007 und Fortschreibung Einzelhandelskonzept von 2011 mit Aussagen zur weiteren städtebaulich und sozioökonomisch verträglichen Einzelhandelsentwicklung
• Begründung mit Umweltbericht zum vorliegenden Bebauungsplanentwurf mit einer summarischen Wiedergabe der umweltbezogenen Informationen aus o.g. Unterlagen und Gutachten sowie weiteren Informationen zu den Schutzgütern Tiere und Pflanzen, Boden, Wasser, Klima und Luft, Landschaft und Mensch sowie Aussagen zu den geplanten Maßnahmen zur Vermeidung, Minderung und zum Ausgleich der Eingriffe in Natur und Landschaft.

Der Planentwurf vom 11.12.2017 mit Begründung und Umweltbericht gleichen Datums, die wesentlichen Gutachten sowie die nach Einschätzung der Gemeinde Raubling wesentlichen, bereits vorliegenden umweltbezogenen Stellungnahmen liegen in der Zeit von
Montag, den 19.02.2018 bis einschließlich Freitag, den 23.03.2018
im Rathaus Raubling, Bahnhofstraße 31, Zimmer 11, 1. Stock, öffentlich zur Einsichtnahme aus.

Während der Auslegungsfrist können von jedermann Stellungnahmen zu dem Planentwurf schriftlich oder während der Dienststunden (Montag bis Freitag 8-12 Uhr, und Donnerstag 14-18.15 Uhr) sowie nach Vereinbarung zur Niederschrift vorgebracht werden. Nicht fristgerecht abgegebene Stellungnahmen können bei der Beschlussfassung über den Bebauungsplan unberücksichtigt bleiben.

Gemeinde Raubling, den 31.01.2018

 

Kalsperger
1. Bürgermeister

 

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